Warum steht hier eigentlich…ein Poller rum? Vorbereitung einer Kiez-Veranstaltung

Seit im Dezember die Stadthausstraße für Durchgangsverkehr gesperrt wurde, ist der Kiez in dieser Frage – gelinde gesagt – polarisiert. Insgesamt gibt es gerade bei uns im Kiez ein großes Diskussionsbedürfnis, dem nicht ausreichend abgeholfen wird. Als Verein begleiten wir das Thema Durchgangsverkehr schon seit langem und wollen gerne mithelfen, dass wieder mehr mit- als übereinander gesprochen wird. Dabei wollen wir auch einige Mythen ausräumen (dazu gleich noch mehr). Daher organisieren wir als Verein eine Kiez-Diskussion zum Thema Poller und Durchgangsverkehr. Den Rahmen der Veranstaltung werden wir am kommenden Montag besprechen, wozu wir Euch herzlich einladen. Unsere Stadträtin Filiz Keküllüoglu ist bereits angefragt. Unten findet Ihr weitere Informationen zur “Poller”-Historie.

  • Vorbereitungstreffen für Kiez-Diskussion zum Durchgangsverkehr in der Victoriastadt
  • Montag, 12. Februar 19:30
  • im India Spice, Kaskelstraße 43 im JAS , Kaskelstraße 27.
  • Weitere Themen u.a.: Kooperation mit “Tag des guten Lebens”, Vorbereitung Viva Victoria, Vorbereitung Flohmarkt am 1.6.
  • …hast Du noch ein Thema? Dann schreib es uns

Apropos – hier sind alle bisher geplanten Termine für 2024 des Vereins.

 

Und hier noch ein bisschen Historie zum Durchgangsverkehr und Sperrung der Stadthausstraße mit einigen Links zu den Originalquellen:

2019 wurde die Initiative für einen Kiezblock im Kaskelkiez gegründet. Diese ist Teil der durch Changing Cities unterstützten, berlinweiten Kiezblock-Kampagne.

11.05.2022 / 16.6.2022 / 22.09.2022 Übergabe der durch die Kampagne gesammelten 1420 Unterschriften für einen “Einwohnerantrag” an die Vorsteherin der BVV (Bezirksverordnetenversammlung) /  offizieller Eingang in die BVV / Beschluss des Antrags in der BVV

Der Antrag fordert u.a.:

  1. den Kfz-Durchgangsverkehr im Kaskelkiez mit schnell umsetzbaren Mitteln (z.B. mit einem Kfz-Verkehrs-Filter in der Stadthausstraße) innerhalb des nächsten Halbjahres gänzlich zu verhindern.
  2. den gesamten Kaskelkiez als verkehrsberuhigten Bereich (Spielstraße) auszuweisen.
  3. zur Vermeidung einer Verlagerung der Kfz-Schleichwege auf die Nöldnerstraße und zur Erhöhung der Schulwegsichereit eine Tempo 30 Zone sowie weitere geeignete Maßnahmen wie eine Umweltverbundspur bei den zuständigen Stellen zu beantragen.  
  4. ein unter Bürger*innen-Beteiligung erarbeitetes Gesamtkonzept für den Kaskel- und Weitlingkiez sowie die Rummelsburger Bucht zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität (auch unter Berücksichtigung des ruhenden Verkehrs) und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit innerhalb der nächsten zwei Jahre umzusetzen.

Parallel dazu im September 2022

Abschluss der durch das Lichtenberger Bezirksamt beauftragten Machbarkeitsstudie zum Verkehr im Kaskelkiez 

Resultierend aus Antrag und Studie:

Erarbeitung eines Maßnahmenkonzept mit u.a. folgenden Aspekten:

  • Verbesserung der Verkehrssicherheit    
  • Angemessene Verteilung der verfügbaren Flächen auf die einzelnen Verkehrsarten 
  • Vorschläge zum ruhenden Verkehr 
  • Bauliche und verkehrsorganisatorische Aspekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit bzw. der altersgerechten Mobilität

Anschließend erfolgte eine Wirkungs- und Kostenabschätzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Anhand dieser Abschätzung wurden die Maßnahmen mit Handlungsempfehlungen priorisiert.

17.11.2022

Vorlage und Kenntnisnahme des Zwischenberichts des Bezirksamts (aktuell nicht aufrufbar) durch die BVV. Die “Teileinziehung” bzw. Sperrung in der Stadthausstraße ist ein Aspekt davon. Begründet wird dies durch die Machbarkeitsstudie (s.o.)

12.02.2023 / 21.04.2023

Wahl in Berlin / Bildung des neuen Bezirksamts (u.a. mit veränderter Zuständigkeit im Bereich Verkehr)

22.11.2023 / 29.11.2023

Einladung zu einer Infoveranstaltung Ende Novembver, auf der es um die Ankündigung gehen soll, die Stadthausstraße voraussichtlich Ende Dezember für den Durchgangsverkehr zu sperren

15.12.2023 / 19.12.2023

Pressemitteilung des Bezirksamts zur Einweihung der “Teileinziehung” der Stadthausstraße im Dezember 2023

Wer zu Hause blieb, war selber schuld!

Die Mühen der letzten Wochen, das Victoriastadtfest zu organisieren, haben sich gelohnt: ausgelassene Stimmung von der Spittastraße bis zum Tuchollaplatz, vor allem bei den Kleinen.

Wer als Nichtvictorianer tagsüber durch die Victoriastadt streift, erlebt fast schon eine be- schauliches Kleinod. Umgeben von einem tosenden Verkehrsmoloch des Restberlins (wenn nicht gerade die unzähligen Staus den Verkehr lahmlegen), wird man das Gefühl nicht los, als würde die Zeit hier etwas anders ticken. Auf dem Tuchollaplatz ist es genau- so: im Park eines Sanatoriums geht es vergleichsweise lebendiger zu.

vic-giraffe-5ea0f5e4Doch am Samstag, dem Tag des diesjährigen Stadtfestes, war es offensichtlich etwas an- ders! Fast die gesamte Victoriastadt gab sich ein Stelldichein; sogar Auswärtige wurden ge- sichtet.

Beinahe wäre noch was schief gegangen: der LKW mit den Bühnenaufbauten blieb unter- wegs mit Motorschaden stecken. Der Trupp kam aber dann doch noch an und mit etwas Verspätung konnte das Fest von Dagmar Müller und Jörg Schwanstecher eröffnet werden.

(Text & Fotos: Constantin Ungureanu)